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Wo sind meine abgerundeten Ecken?

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Sorry for this german post. For more information on this topic please check out the post “Where Are My Rounded Corners?”. Thanks to Daniel and Steffen at /gebrüderheitz.

Manchmal sind unsere Kunden verwirrt, wenn sie sich ihre neue Website im Browser anschauen und sie anders aussieht, als das Design, dass sie freigegeben hatten. In diesem Merkblatt erklären wir, warum es viele Vorteile gibt, diese Unterschiede zu akzeptieren und dass diese Vorteile die Nachteile überwiegen.

Lange Zeit haben wir die Gestaltung von Websites so gehandhabt, als ob es Printmedien seien. Hier findet nun ein Umdenken statt, denn das Internet unterscheidet sich sehr stark von den Printmedien.

Webentwickler haben lange versucht, den spezifischen Charakteristiken einzelner Browser entgegen zu wirken, indem sie Browser “zwangen”, die Website möglichst gleich dazustellen. Zum Beispiel ist es möglich, auch im Internet Explorer 7 oder 8 abgerundete Ecken darzustellen, damit sind jedoch andere Nachteile verbunden.

Es hat viele Vorteile, wenn man akzeptiert, dass das Internet sich anders als Printmedien verhält. Unserer Meinung nach sind das folgende:

#1 Mehr Zeit für das Wesentliche.

Feinheiten im Design wie abgerundete Ecken, Verläufe und Schlagschatten in älteren Browsern wie dem Internet Explorer 7 oder 8 umzusetzen, ist zeitaufwändig und teuer.
Bei Projekten mit limitiertem Budget und knapper Zeit ist es oft besser, die Zeit in wichtigere Bereichen zu investieren, wie zum Beispiel in das Verständnis von Geschäftszielen oder in Benutzertests. Zeit mit kleinen ästhetischen Details auf Kosten der wichtigeren Ziele zu vergeuden, kann den Erfolg der Website negativ beeinflussen.

#2 Steigende Userzahlen.

Zu viel Zeit in die Optimierung der Darstellung auf älteren Browsern wie Internet Explorer 7 oder 8 zu investieren ist kontraproduktiv, da diese Browser von leistungsfähigeren Versionen (wie beispielsweise Internet Explorer 9) ersetzt werden, die dann auch diese visuellen Verbesserungen unterstützen. Warum also Geld in einen schwindenden Markt investieren, wenn Sie ein zukunftssicheres Design für die nächste Generation von Browsern erstellen können?

#3 Bessere Leistungsfähigkeit der Website.

Eine Website in allen Browsern bis ins Detail gleich darzustellen, bedeutet, dass sehr viel mehr Bilder und auch Programmcode in die Website einzubinden sind. Dadurch wird die Ladezeit der Seite erhöht.
In einer Welt mit ungeduldigen Nutzern ist es wichtig, dass die Ladezeit möglichst kurz ist.

#4 Bessere Platzierung in Suchmaschinen.

Google weiß, dass Nutzer schnelle Webseiten bevorzugen. Deshalb beziehen sie die Größe einer Website in den Suchalgorithmus mit ein. Wenn die Ladezeit der Website kurz ist, wird sie im Lauf der Zeit bei Suchmaschinen besser gelistet. Aufgeblasener Code zur Anpassung älterer Browserversionen verhindert dies.

#5 Eine zukunftssichere Website.

Eine Website nicht in erster Linie für ältere Browser zu gestalten, stellt auch die Zukunftsfähigkeit der Website sicher. Wir Webdesigner wissen in welche Richtung sich die Browserunterstützung entwickelt und wollen unseren Kunden daher eine Website gestalten, die der Zukunft Stand hält. Programmcode für alte Browser, wie dem Internet Explorer 7 und 8 birgt das Risiko, dass Ihre Seite in neuen Browserversionen nicht funktionieren könnte.

#6 Einfachere Instandhaltung & Aktualisierung

Ein sauberer und schlanker Programmcode vereinfacht Anpassungen der Website. Programmcode, der für ältere Browser erstellt wurde, kann hierbei allerdings Kopfzerbrechen bereiten. Stellen Sie sich vor, Sie möchten die Farbpalette Ihrer Website ändern. Wenn Ihre Website abgerundete Ecken für den Internet Explorer 7 oder 8 unterstützt, bedeutet dies, dass viele Grafiken farblich angepasst werden müssen. Das ist zeitaufwendig und teuer.
Wurde Ihre Seite allerdings mit dem Fokus auf aktuellen Technologien gelegt, ist dies ein Aufwand von wenigen Minuten.

#7 Mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Zu guter Letzt sind manche Designansätze gar nicht in älteren Browsern umsetzbar. Internet Explorer 7 und 8 können manche Designs nicht darstellen, die in fortschrittlicheren Browsern sehr gut aussehen werden.

#8 Wird die Zielgruppe damit umgehen können?

Auf jeden Fall! Zunächst einmal nutzen viele User fortschrittlichere Browser wie
Internet Explorer 9 oder Google Chrome. Wie auch immer: Viel wichtiger ist, dass die Website auch in Internet Explorer 7 und 8 einigermaßen gut aussieht. Die Chancen sind gut, dass die Besucher der Website gar nicht bemerken, dass einige Feinheiten im Design fehlen, weil sie die Website niemals in einem anderen Browser öffnen werden. Wahrscheinlicher ist, dass Kritik von Kollegen geäußert wird, die das Design überprüfen. Dabei ist wichtig zu bedenken, dass die Kollegen wahrscheinlich nicht Ihrer Zielgruppe angehören.

Wir glauben, dass die Vorteile überwiegen, wenn kleine ästhetische Unterschiede für einen kleinen Kreis von Benutzern zugelassen werden. Wir denken heute schon an die Zukunft. Tuen Sie dies auch.

Disclaimer

Dies ist eine Übersetzung des Hefts “Where Are My Rounded Corners” von Paul Boag.
Gefunden bei Paul Irish

Credits: Paul Boag for Headscape

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Feel free to use this text and share it with your customers and other web-developers that suffer under the same issues.
English Version    German Version


“Where Are My Rounded Corners?” – German Translation

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Some weeks ago Paul Irish published his article about TAFEE (Tiered, Adaptive Front-end Experiences) and shares Paul Boag’s booklet called “Where are my rounded corners?” which tries to describe why it is better to design for the future and modern browsers and not spending too much time trying to get the website’s design working in older browsers (namely Internet Explorer 7 and 8). The booklet was originally published in Paul Boag’s blog. Paul describes why he did this this: One of the biggest areas of confusion among our clients is progressive enhancement. They wonder why the beautiful design they signed off

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